Glasmalerei-Ergänzung einer Stiftervereinigung

img_3520 Glasmalereirekonstruktion

Die noch erhaltenen Glasmalerei-Fragmente sind bei diesem Projekt hier in einer kleinen Holzkiste vorgestellt worden. Das Bleinetz war zerrissen und mehr oder weniger zusammengefaltet.

Also beginnen wir wie beim klassischen Puzzel. Alle Glasstücke werden zusammen gelegt, aus dem wir dann eine Bild – und Motivaussage erkennen.

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gesichter-suche Bei der Rekonstruktion von solchen Motiven wie beispielsweise einer Gesichtsrecherche, arbeiten wir uns über die Mimik, das Alter, Bart und Gesicht in kleinen Schritten heran. Das ist oft zeitintensiver als angenommen. Eine Konsensfähigkeit bleibt immer im Auge.

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Schon während der Entwurfsergänzung auf Papier, werden Glasproben ausgesucht. Die weiteren Arbeitsschritt umfassen die Glasmalereifarben. Auch hier fängt man wieder mit verschiedenen Brandproben an, um sich an die Mal-Manier heranzuarbeiten.

Die Handschrift der Glasmalers vor 100 und mehr Jahren nachzuahmen, ist die eine Sache. Eine gleiche Materialbeschaffenheit dem Original herzustellen, bedeutet um ein vielfaches mehr. Mehr Zeit, Feeling wie beim zubereiten einer guten Soße. Und letztlich geübten Umgang  mit den Glasmal-Farben.

Wirklich gute Erfahrungen haben wir mit den Autorenkontrolle machen können. Das Einbindung des Auftraggebers kommt sehr gut an. Oftmals erstaunt der Kunde, wie arbeitsintensiv eben schon die Entwurfsgestaltung sein kann. Bei einer Glasmalereirekonstruktion muss man sich die Handschrift und den Stil des Glasmalers aneignen können. Das Bedarf Übung und Geschick.