Neo Rauch - Elisabethkapelle im Naumburger Dom

Aktualisiert: 22. Sept.

Domglas Naumburg wurde im Herbst 2007 durch den Dom zu Naumburg mit der Umsetzung einer Arbeit des Leipziger Künstlers Neo Rauch betraut.

Die Darstellung der Heiligen Elisabeth in 3 Szenen.


Die Umsetzung der Entwürfe stellten eine besondere Hausforderung dar. Nicht nur, weil Neo Rauch einer der bekanntesten Vertreter der Leipziger Schule ist, nein bestimmt nicht. Wir haben über die Jahre viele andere Arbeiten mit namhaften Künstler wie beispielsweise für Arno Rink und andere ausgeführt. Was immer auch eine besondere Ehre mit sich bringt.


Die Farbglasauswahl mit den verschiedenen Rot-Tönen und die Entwurfsumsetzung waren von Beginn an eine sehr intensive und aufregende Herausforderung.

Die Farbe Rot steht ja nicht nur für die Liebe oder den Beginn allen Lebens. Rot ist eine der intensivsten und spannendsten Farben.

Das ausgewählte Überfangglas ist in der Glasherstellung eines der edelsten Gläser überhaupt. Bei der Überfangtechnik werden ein oder mehreren Schichten von farbigem Glas auf ein klares oder durchgefärbtes Trägerglas aufgebracht. Die Farbintensität ist selten homogen, da dieses mundgeblasene Echt-Antikglas immer noch handgefertigt wird. Bei der Herstellung wird das Glas zu einem Zylinder aufgeblasen und dann flach ausgerollt, wobei die Wandung dann eine Glasstärke von nur 2 bis 7 mm.


Nach der Wiedereröffnung der Elisabethkapelle im Dezember 2007, mit der Präsentation der Trilogie, sind die verschiedensten Meinungen auch an uns herangetragen worden. Kunst darf und sollte strittig sein, aber wer sich mit der Geschichte und dem Leidensweg der Elisabeth befasst hat, sollte sich nicht über diese Darstellungen äußern. Fragen müsse sich jeder selber, ob er diese Opfer auch gebracht hätte!


Die Inszenierung stellt den Abschied, die Kleiderspende sowie Elisabeth am Bett eines Aussätzigen dar.

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